Tagebuch 2026
Jedes Jahr steht bei uns unter einem anderen Motto und das Motto für 2026 lautet: „Planet Erde“.
Juni
Eine neue klimatische Wirklichkeit?
Mir fällt auf, dass wir in eine neue Ära eintreten. Nicht mit einem lauten Knall, sondern beinahe unbemerkt – fast zufällig, behutsam und schleichend.
Die klimatischen Verhältnisse haben sich nicht zu unseren Gunsten verändert. Bereits Mitte Juni steigen die Temperaturen auf bis zu 32 Grad – Werte, die man früher eher mit dem Hochsommer im August verband. Hinzu kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit, draußen ebenso wie in Gebäuden, Wohnungen und Häusern. Für viele Menschen wird diese Kombination zu einer erheblichen Belastung.
Verdorrte Wiesen, rissige Lehmböden und staubtrockene Wälder prägen vielerorts das Landschaftsbild. Was einst als Ausnahme galt, scheint zunehmend zur neuen Normalität zu werden.
Mitten in diesen Entwicklungen begleiten uns täglich Wetterberichte und Warnungen – auch sie werden meist behutsam formuliert. Es sind längst nicht mehr nur Prognosen für den nächsten Tag. Vielmehr bereiten sie uns Schritt für Schritt auf tiefgreifende Veränderungen vor.
Wir hören, dass sich die Erde weiter erwärmt, Europa unter einer sogenannten Hitzekuppel leidet und neue Begriffe wie die Feuchtkugeltemperatur Einzug in unseren Wortschatz halten. Noch vor wenigen Jahren waren diese Ausdrücke den meisten Menschen unbekannt. Heute begegnen sie uns regelmäßig in den Nachrichten.
Vielleicht erleben wir gerade den Beginn einer neuen klimatischen Wirklichkeit – nicht plötzlich, sondern leise, Tag für Tag, bis sie schließlich zu unserem Alltag geworden ist.
Wie wir mit diesen Veränderungen umgehen, wird uns in den kommenden Jahren zunehmend beschäftigen. Umso wichtiger ist es, Entwicklungen frühzeitig wahrzunehmen, darüber zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu finden.