Interreg Projekt BioDiTOUR 

Folgende Projektpartner haben sich zum
Interreg Projekt „BioDiTOUR“
zusammengefunden:

Raziskovalno Izobrazevalno Sredisce (RIS)

Obcina Kidricevo

Stadtgemeinde Deutschlandsberg

Verein zur Förderung des Naturparks Raab

Energieagentur Weststeiermark (eaw)

Das EU-Pojekt BioDiTOUR ist ein gemeinsames Interreg-Projekt von Österreich und Slowenien mit einer Laufzeit von 01.05.2020 bis 30.04.2022 und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programmes für grenzüberschreitende Zusammenarbeit Interreg V-A Slowenien-Österreich mitfinanziert.

Das Projekt BioDiTOUR basiert auf der Suche nach Einklang zwischen der Erhaltung der Biodiversität und der Förderung und Entwicklung der wertvollsten Güter und Vorzeigepunkte im grenzüberschreitenden Großraum. Zu den Schlüsselherausforderungen des Projektes gehört es dabei die „natürlichen“ Vorzüge der einzelnen Grenzregionen aufzuzeigen.

Auf gesamteuropäischer Ebene wird die Biodiversität von gebietsfremden, invasiven Arten, sogenannten „Pflanzen-Fremdlingen“ (= Neophyten), bedroht. Um die ökologischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Schäden der Neophyten gering zu halten oder zu vermeiden, zeigt das Projekt Möglichkeiten der Neophyten-Bekämpfung und Erhaltung der Biodiversität auch in grenzüberschreitendem Kontext auf.

Die Valorisierung der Biodiversität für die Entwicklung eines gesellschafts- und umweltfreundlichen, nachhaltigen Tourismus wird durch die Entwicklung von „Produkten“ im Rahmen eines aktiven, grenzüberschreitenden Bildungstourismus erreicht. Die Besucher*innen sollen motiviert werden, abseits ausgetretener Pfade, neu gestaltete, grüne Standorte eines sanften Tourismus in der Grenzregion aufzusuchen.

Die Schwerpunkte des grenzüberschreitenden Projekts zielen auf die Information und Bewusstseinsbildung der regionalen Bevölkerung und der grenzüberschreitenden Besucher/innen ab. Die innovativen Projektaktivitäten, beginnend mit der Forschungs-, Implementierungs- und Informationsstelle der Neophyten – Infostelle bis zur Entwicklung und Gestaltung der BioDiTOUR-Punkte (regionale, touristisch-informative, Infrastruktur) und nicht zuletzt die Entwicklung von regionalen Produkten und touristischen Dienstleistungen, erhöhen die Lebensqualität der lokalen Gemeinschaft und sichern gesellschaftliche und ökonomische „Vorteile“. Promotions- und Informationsinstrumente generieren touristischen Mehrwert im gesamten Grenzgebiet, erhöhen die Erkennbarkeit der Region, und sind ein Benefit für die gesamte, regionale Bevölkerung.

Workshop zur Bewusstmachung und Ausbildungseinrichtung

Thema: Invasive Neophyten und die Rolle der Artendiversität

Vortragende: Dr. Thomas Kern und Mag. Dr. Peter Köck (eaw)

 

Ort: Klimaschutzgarten Gosdorf

Datum/Zeit:  Mon.06.07.2020; 09 bis 12 Uhr

Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltung:

Eine Schulklasse mit zukünftigen Kinderpädagoginnen und Kinderpädagogen (BAKIP Mureck)  sowie begleitendem Lehrpersonal.

Workshop zur Vorbereitung gemeinsamer Ausgangspunkte

Am Donnerstag 09.07.2020 fand im Au(s)blickehaus des Klimaschutzgartens in Gosdorf der Workshop zur Vorbereitung gemeinsamer Ausgangspunkte von 8:00 bis 12:00 Uhr statt. Bei diesem Workshop wurden grundlegende und strategische Planungen besprochen.

Anwesend waren: Dr.in Irmtraud Pribas, Mag. Dr. Peter Köck (beide EAW), Marianne Kiendl MBA (Stadtgemeinde Deutschlandsberg), Herr Karl Kahr, Herr Kern (beide Naturpark Raab), Mag. Tamara Muhic (RIS), Mojca Mesko (Obcina Kidricevo).

LRin Lackner auf Besuch in Deutschlandsberg

Besuch von Frau LRin Lackner im STADTGARTEN Deutschlandsberg

Am 21.10.2020 besuchte Frau LRin Ursula Lackner den Stadtgarten in Deutschlandsberg.

In einem Rundgang am Gartengelände wurde Frau LRin Lackner die Entstehungsgeschichte und die Philosophie vom Stadtgarten als Klimaschutz Botschafter erklärt und dessen Bildungsauftrag im praktischen Tun nähergebracht. Er ist ein wichtiger Ort der Information und auch der Erhaltung der Artenvielfalt im städtischen Bereich. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Canna Knollen ausgegraben, Hochbeete neu aufgefüllt und der Kompostbereich vergrößert. Frau LRin Lackner konnte sich im gemeinsamen Gespräch mit den Transitmitarbeiter/innen austauschen.

In einer sehr angenehmen Gesprächsatmosphäre wurde auch das länderübergreifende Interreg-Projekt „BioDiTOUR“ vorgestellt und über den derzeitigen Stand der Maßnahmen berichtet. Auch das Thema „invasive Neophyten in Gärten“ wurde kurz angesprochen.

Herr Bürgermeister Bernd Hermann in Vertretung der Klima- und Energiemodellregion Bad Gams-Deutschlandsberg-Frauental, hat auf das besondere Alleinstellungsmerkmal vom Stadtgarten als Klimaschutzbotschafter hingewiesen.

Presseartikel in der Weststeirischen Rundschau, Jahrgang 93,  Nummer 46

Presseartikel in der Woche Steiermark 11./12. November 2020

Besuch von Radio AGORA (Slowenien)

Am 17.11.2020 besuchte Frau Nika Skof (Radio Agora, Slowenien) sowohl das Haus der Energie (Energieagentur Weststeiermark) Deutschlandsberg als auch den Nymphenweiher in Niedergams. Im Haus der Energie wurden Frau Nika Skof von Frau Dr.in Pribas ausführlich die Grundlagen und Ziele des EU-Projekt BioDiTOUR präsentiert. Herr Mag. Dr. Peter Köck schilderte dann den Projektverlauf und erklärte die Bedeutung der Biodiversität und die Verbindung zum Ökotourismus. Auch das Thema invasive Neophyten wurde angesprochen. Der Bürgermeister der Marktgemeinde Frauental, Herr Bernd Hermann war in Vertretung von Bürgermeister Mag. Josef Wallner (Stadtgemeinde Deutschlandsberg) vor Ort und erwähnte die Wichtigkeit solcher länderübergreifenden Projekte für die Kommunen. Abschließend besuchte Frau Skof in Begleitung von Mag. Dr. Peter Köck, Hans Lesar und Dr. Thomas Kern, noch den Nymphenweiher und wurde dort vor Ort über die invasiven Neophyten und den dort geplanten sanften Tourismus informiert. Im Rahmen ihres Besuches wurden noch Interviews gemacht. Diese wurden im Radio Agora gesendet. Der Zeitpunkt der Sendung war am Samstag 20.11.2020 von 13:00 bis 14:00 Uhr.

Zum Anhören der Sendung folgender LINK: https://cba.fro.at/480149

Mit Hilfe dieser Sendung von Radio Agora konnten unsere Themen und Aktivitäten in diesem länderübergreifenden Projekt BioDiTour auch den interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Slowenien vorgestellt und vermittelt werden.

Revitalisierung des Nymphenweihers

Ausgangsproblematik

Der Weiher bei Niedergams ist ein Naturbereich, in dem Tier- und Pflanzenarten ein Rückzugsareal haben und gleichzeitig ladet er auch zu einem Rundgang um das Gewässer zu ein.

Bei Begehungen wurden invasive Neophytenvorkommen entdeckt. Von ökologischer Seite können invasive Neophyten zu einem Problem werden. Vom Klimawandel begünstigt können sie sich durch ihre hohe Anpassungs- und Konkurrenzkraft sehr rasch zu Monokulturen entwickeln und die heimische Vegetation verdrängen. Sie haben eine nicht zu unterschätzende Resistenz gegen Trockenheit, Hitze und auch gegen Kälte. Nur das fachgerechte Entfernen mit gleichzeitigem Begleitmonitoring sind wirksame Methoden, um der Ausbreitung der invasiven Neophyten gegenzusteuern.

Am Nymphenweiher und seiner unmittelbaren Uferbegleitvegetation sind momentan der japanische Staudenknöterich, das drüsige Springkraut, die Kermesbeere sowie in marginaler Anzahl die Goldrute präsent. Als Bekämpfungsmaßnahmen sollen die schon seit Jahren bewährten Methoden des „Neophytenmanagements Au(s)blicke Gosdorf“ angewendet werden.

Wertigkeit als Naturraum

In der Ökologie hat die Biodiversität im Gegensatz zu Monokulturen einen großen Stellenwert. Je größer die Artenvielfalt desto stabiler ist das Kreislaufsystem. Leider werden viele Tierarten, besonders Insekten, aber auch Pflanzen durch den Menschen verdrängt. Deshalb sind so manche Tier- als auch Pflanzenarten auf solche Rückzugsgebiete angewiesen. Ein Artenverlust verläuft meist unbemerkt und schleichend und wird oft erst wahrgenommen, wenn die Verluste oft schon schwerwiegend und oft irreversibel sind.

Wertigkeit als Erholungsraum

Das Wohlbefinden der Menschen ist sehr oft von seinem unmittelbaren Lebensraum abhängig. In einer Zeit des Lärms und des Stresses suchen Menschen an solchen Plätzen oft vermehrt Ruhe, Entspannung und Erholung. Das Verweilen baut Stress ab, beruhigt die Nerven und besänftigt Geist und Körper. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Menschen sich von jeher zu Gewässern hingezogen fühlen. Die Wasserfläche mit den Spiegelbildern der umgebenden Bäume und der umgebenden Natur schaffen einen besonderen Ort der Ruhe und Entschleunigung.

Invasive Neophyten:

Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica), Kermesbeere (Phytolacca americana), Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera) und Kanadische- und Riesen-Goldrute (Solidago canadensis und Solidago gigantea).

Das Problem der invasiven Neophyten beruht darin, dass sie beim Einwandern in ein Biotop, in kurzer Zeit die heimische Vegetation überwuchern.  Ihre Dominanz und ihr üppiger Bestand wird oft auch noch durch den Klimawandel begünstigt.

Bei sensiblen Arealen sollte daher gegengesteuert werden, indem man diese invasiven Neophyten möglichst frühzeitig entfernt.

Leider haben sich invasive Neophyten wie der Japanische Staudenknöterich, das Drüsige Springkraut, die Kermesbeere und die Goldruten in einigen Bereichen rund um den Nymphenweiher angesiedelt.

Um hier ein Ausbreiten dieser Neophyten zu Ungunsten der heimischen Pflanzen und Tiere zu verhindern und um den Rundgang um den Teich für einen sanften Tourismus zu gewährleisten, ist ein baldiges Entfernen der invasiven Neophyten sehr wichtig, bevor sich die Situation irreversibel weiterentwickelt.

Revitalisierung des Areals (Möglichkeiten sanften Tourismus mit gleichzeitiger Erhaltung der Artenvielfalt und grundlegenden Informationen zum Biotop Stillgewässer umzusetzen)

Natur und Tourismus muss kein Widerspruch sein, aber es soll ein sanfter Tourismus sein. Dabei soll den Menschen die Gelegenheit gegeben werden sich, im Einklang mit der Natur, zu erholen und auch die Natur besser kennenzulernen.

Der Nymphenweiher soll zu einem solche revitalisierten Areal werden. Hier soll die Artenvielfalt ermöglicht und gefördert werden, indem man nicht heimische Pflanzen wie die invasiven Neophyten entfernt, um der heimischen Vegetation und ihrer Tierwelt auch weiterhin eine Lebensgrundlage zu ermöglichen.

Aber auch erholungssuchende Menschen sollen hier am Nymphenweiher willkommen sein. Besonders Schulklassen, Naturliebhaber, Wanderer, Touristen und auch Besucher jenseits der Grenze sind Zielgruppen dieses länderübergreifenden Projektes. Sie können das Areal als Erholungsort oder als Bildungsstätte nutzen und sich auf Informationstafeln über ökologische und biologische Themen informieren.

Um das Areal touristisch nutzen zu können, muss auch eine Infrastruktur, wie Schaffung von Ruheplätzen mit Holztischen und Bänken sowie Abfallkörben, geschaffen werden. Wenn möglich soll auch eine Beobachtungsplattform errichtet werden, auf der Besucher die Tiere beobachten können, ohne diese nachhaltig zu stören. Ebenso sollen Insektenhotels entlang des Rundweges aufgestellt werden, in denen Insekten ganz nah beobachtet werden können.

Wichtig ist, dass das gesamte Areal sowohl von der lokalen Bevölkerung als auch von Touristen aus nah und fern genutzt werden kann. Um diese Zielsetzungen zu erreichen ist die Einbindung von Gemeinde, Anrainer (Waldbesitzer), Tourismusverband von großer Wichtigkeit. Nur gemeinsam kann man erreichen, dass Naturschutz und Tourismus länderübergreifend als gemeinsame Partner Naturbereiche schaffen, in denen sanfter Tourismus stattfinden kann.

Entfernung der Neophyten

 

Vor Beginn der Praktischen Arbeiten (entfernen der Invasiven Neophyten) gab es mit Herrn Josef Heinzl (Bauamt der Stadtgemeinde Deutschlandsberg) vor Ort eine Begehung, um die Grundstückgrenzen entlang des Nymphenweihers zu besprechen. Es stellte sich heraus, dass sich ein Großteil der invasiven Neophytenbestände auf Grundstücken der Stadtgemeinde Deutschlandsberg befindet.

An der südlichen Grundstücksgrenze liegt ein Grundstück, dass nicht zur Stadtgemeinde Deutschlandsberg gehört. Hier konnte mit dem Besitzer vereinbart werden, dass etwaige invasive Neophytenbestände auf der Grundstücksgrenze bzw. auf seinem Grundstück entfernt werden können.

Danach wurde der Arbeitsplan, die vorgesehenen Arbeitstage sowie der genaue Ablauf und auch der Zeitverlauf bei einer Besprechung mit Herrn Hans Lesar festgelegt. Gemeinsam mit seinen MitarbeiterInnen wurde dann mit den Vorbereitungen für das Neophyten-Management begonnen.

AKTIVITÄTEN 2021

Jänner 2021

Einrichten der NEOPHYTEN INORMATIONSSTELLE

Besprechung Einrichtung und technische Infrastruktur

In einer Besprechung mit Mag. Dr. Peter Köck und Hans Lesar sowie Gerald Brandstätter (eaw) wurden wichtige Einrichtungsgegenstände und die Voraussetzungen für diese technischen Geräte festgelegt. An der Decke werden ein Beamer und eine Leinwand, mit elektronischem Einzug montiert. Damit kann das Thema „Invasive Neophyten“ mittels PowerPoint-Vortrag auf großflächiger Leinwand präsentiert werden.

Vorbereitende Arbeiten für die Wissensvermittlung zum Thema invasive Neophyten

Um möglichst eine umfangreiche Information über invasive Neophytenstandorte sowohl in der näheren Umgebung der Stadtgemeinde Deutschlandsberg als auch in den übrigen Gemeinden des Bezirkes Deutschlandsberg zu erhalten, wurde dafür eine große Bezirkskarte erstellt.
Auf dieser Karte können die Fundorte von invasiven Neophyten mittels Klebepunkte vermerkt werden. Jeder invasiven Pflanze ist eine bestimmte Farbe zugeordnet.

Exkursion in Wald Schwanberg: Holzbeschau für Infrastruktur im Bereich des Nymphenweihers

Neben den Informationstafeln, die am Weiher eingerichtet werden sollen, sind auch Sitzmöglichkeiten entlang des Ufers geplant. Die Bänke aus Naturholz sollen den Besuchern die Möglichkeit geben, sich an diesem Naturjuwel auch auszuruhen und innezuhalten.

Bei einer Exkursion in den Wald der EAW in Schwanberg wurden von Hans Lesar, Mag. Dr. Peter Köck und Dr. Thomas Kern (EAW-Mitarbeiter) mögliche Bäume ausgewählt, die sich in Umfang, Länge und auch in der Qualität des Holzes eignen würden.

Besprechung Infrastruktur am Nymphenweiher

Einem sanften Tourismus entsprechend sollen infrastrukturelle Einrichtungen (Sitzbänke zum Ausruhen, Informationstafeln,….) bevorzugt aus Naturmaterialien angefertigt werden,

Hans Lesar und Mag. Dr. Peter Köck sowie Dr. Thomas Kern haben sich nach eingehender Diskussion entschlossen, aus natürlichen und unbehandelten Holzstämmen, wenn möglich aus Kastanienholz, eine Prototyp-Holzbank anzufertigen. Dieser Prototyp wird nach Planung angefertigt, und erst danach wird man erkennen, ob er den erwarteten Vorstellungen gerecht werden kann.

Workshop Neophyteneindämmung  – Neophytenmanagment

Für einen Teil der Mitarbeiter*innen des St:WUK Projektes „Haus der Energie“ fand am 27.01.2021 ein WS mit Vortrag und Diskussion über invasive Neophyten statt. Bei der anschließenden Diskussion wurde näher auf den Einfluss der invasiven Neophyten auf die heimische Vegetation und die Biodiversität eingegangen. Von den Teilnehmer*innen wurden persönlichen Erfahrungen im Umgang mit den Neophyten bei Ihren Arbeitseinsätzen in der Grünraumpflege in die Diskussionen eingebracht .Die Teilnehmer*innen waren sehr dankbar über die sehr praxisbezogenen Informationen betreffend die  Neophyteneindämmung und eines nachhaltigen Neophytenmanagements.

Februar 2021

Vortrag mit Workshop „Invasive Neophyten und Biodiversität“

Im Rahmen des Interreg Projektes fand am 09.02.2021 zum Projektteil „Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung“ im Haus der Energie sowohl für die Schlüsselkräfte (SK) als auch für die Transitarbeiterinnen und Transitmitarbeiter (TAK) der EAW ein Vortrag im neuen Neophyteninformationsraum statt.

Mag. Dr. Peter Köck berichtete grundsätzliches und spezielles über die Welt der invasiven Neophyten, über die praktischen Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen und den großen Stellenwert der Biodiversität für das Ökosystem. Im anschließenden Workshop wurde gemeinsam darüber diskutiert. Sowohl die Schlüsselkräfte (Führungskräfte) als auch die TAKs (Grünlandpflege) sollen im Alltag Multiplikatoren dieses Themas sein.

Natürlich wurde bei der Veranstaltung auf die Corona-Richtlinien, d.h. Maskenpflicht und Einhaltung des Abstands geachtet.

Neophyteneindämmung und Alternativpflanzung

Um eine nachhaltige Neopyteneindämmung zu gewährleisten sind Kontrollgänge durchzuführen und Alternativpflanzungen auf den von den invasiven Neopohyten befreiten Flächen zu machen.

Dafür wurden Pflanzen ausgewählt, die die Biodiversität nicht beeinträchtigen. Das Ziel ist, dass diese gepflanzten Pflanzen einen Startvorteil gegenüber den invasiven Neophyten haben, die freien Flächen somit frühzeitig besetzen und damit eine entsprechende Schattenwirkung erzeugen.

Geplant sind 3 Versuchsflächen mit Alternativpflanzen und 3 naturbelassene Flächen (ohne Alternativpflanzungen) als Referenzflächen. Es soll beobachtet werden wieweit die Flächen mit den Alternativpflanzen gegenüber den Referenzflächen von invasiven Neophyten durch die Schattenwirkung verschont bleiben.

Die Auswahl der Flächen und ein mögliches Bepflanzungsmuster wurden direkt vor Ort am Nymphenweiher ausgewählt

März 2021

Interview zum Thema invasive Neophyten

Eine wesentliche Aufgabe des Interreg Projekts „BioDiTOUR“ betrifft den „Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung“. Dieser Transfer ist nicht nur an die Bevölkerung, sondern ist auch an die Politik, die Behörden, an Institutionen und Forschungsstätten gerichtet. Auf Anfrage einer Diplomandin der KF Uni Graz wurde Herr. Mag. Dr. Peter Köck um ein Interview zum Thema invasive Neophyten gebeten. Dieses Interview fand am 5 März 2021 statt und musste leider als Videokonferenz abgehalten werden. Die Ergebnisse des Interviews werden als Beitrag in die Diplomarbeit der Studentin einfließen.

15.03.2021 BESUCH am Nymphenweiher

Auf Initiative von Herrn Bürgermeister Mag. Josef Wallner wurde im Rahmen des EU-Projektes BioDiTOUR der Nymphenweiher in Niedergams als Symbol für den Erhalt und Schutz von Biodiversität ausgesucht. Mitte März gab es ein weiteres gemeinsames Treffen mit Herrn Bürgermeister Wallner, dem Umweltausschussvorsitzenden Hans Gressenberger, Frau Elke Kleindinst vom Stadtmagazin Deutschlandsberg und Herrn Hans Lesar beim Nymphenweiher. Besprochen wurden die bisherigen Umsetzungen, mit Ausblick auf die nächsten Wochen. Die Eckpunkte des Projekts und dessen Ziele laut Arbeitsplan definiert.

Ziele vom Projekt:

Der Nymphenweiher ist Ort der Bewusstseinsbildung für die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur.

Das komplexe Thema invasive Neophyten wird in leicht verständlicher Form interessierten Personen und Schulen nähergebracht. Direkt am Nymphenweiher oder in der Neophyten-Informationsstelle im Haus der Energie, Grazerstraße 39.

Informationsstelle für invasive Neophyten: im Erdgeschoss vom Haus der Energie wird zurzeit ein Raum dafür vorbereitet. Es wird Informationsmaterial, ein kurzer Videofilm, Fachliteratur und ein Neophyten-Herbarium der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Das Herbarium soll zur Erklärung und Bestimmung der verschiedenen Neophyten Arten, ihrem Vorkommen beitragen, Informationsmaterial soll Hilfestellung zur Problematik und zur fachlich korrekten Eindämmungsmaßnahmen Hilfestellung geben. Weiters können auf einer Wandkarte etwaige Neophyten Fundstellen markiert werden.
Geplante Vorträge können aufgrund der Corona Pandemie aktuell leider nicht stattfinden.

Eckpunkte zum Projekt:

Die Projektpartner sind das Forschungsausbildungszentrum RIS aus Rakican / SLO (Leadpartner), die Stadtgemeinde Kidricevo / SLO, der Verein zur Förderung des Naturparks Raab, die Stadtgemeinde Deutschlandsberg und die Energieagentur Weststeiermark.

Das Projekt BioDiTOUR wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms für grenzüberschreitende Zusammenarbeit Interreg V-A Slowenien-Österreich 2014-2020 finanziell unterstützt. Projektdauer: 24 Monate.

Bei Fragen zu diesem Projekt bitten wir um telefonische Kontaktaufnahme 0664 2524359 oder schreiben Sie ein Mail an office@energie-agentur.at Herr Hans Lesar und Herr Mag. Dr. Peter Köck geben gerne Auskunft.

Video-Besprechung Informationstafel

Am 18.03.2021 wurde mit dem Naturpark Raab eine gemeinsame Video-Besprechung zum Thema Informationstafeln für das BioDiTOUR-Projekt durchgeführt.

Mag. Dr. Peter Köck (Energieagentur Weststeiermark), Frau Nadine Wagner und Frau Cornelia Mähr (Naturpark Raab) tauschten sich bezüglich des Designs, des Materials, der Größe und der Inhalte der Informationstafeln aus. Auch über ein mögliches Wiedererkennungsmerkmal auf den Tafeln der Projektpartner wurde gesprochen.

Mag. Dr. Peter Köck hat dazu ein Design für eine „Mustertafel“ gestaltet, die, natürlich erst nach Genehmigung die Publizitätsvorschriften betreffend, so z.B. am Nymphenweiher aufgestellt werden könnte.

Geplante Informationstafeln für den Nymphenweiher

Tafel 1: Biodiversität – Ökologie

Tafel 2: Die Natur als Erholungs- und Rückzugsraum

Tafel 3: Die Pflanzenwelt

Tafel 4: Die Tierwelt

Tafel 5: Neobiota – die Invasoren

Außerdem sollten auch im Stadtgarten Deutschlandsberg Infotafeln mit Informationen zum Interreg-Projekt BioDiTOUR aufgestellt werden.

Weitere gemeinsame Besprechungen bezüglich Texte, Bilder, und Gestaltung der Tafeln werden stattfinden.

Eröffnungsveranstaltung

Am 19.03.2021 fand die gemeinsame Eröffnungsveranstaltung der Projektpartner: RIS, Obcina Kidricevo (beide Slowenien), Verein zur Förderung des Naturparks Raab, Stadtgemeinde Deutschlandsberg und der Energieagentur Weststeiermark (alle Österreich) via einer Videokonferenz zu der auch Journalisten und sonstige Interessierte eingeladen waren, statt.

Von der Energieagentur Weststeiermark nahmen: Dr.in Irmtraud Pribas, Hans Lesar und Mag Dr. Peter Köck an der Veranstaltung teil.

Für die Energieagentur Weststeiermark schilderte Mag. Dr. Peter Köck die Projektziele, den Projektverlauf und berichtete über die Themen Biodiversität und invasive Neophyten. Für die Stadtgemeinde Deutschlandsberg berichtete Dr.in Irmtraud Pribas. Alle Beiträge wurden durch eine Dolmetscherin in deutsche bzw. slowenische Sprache übersetzt.

26.03.2021 Internat. Videokonferenz

Von 23.03 bis 26.03.2021 fand die – XVI. International Konferenz „Ecology for a better tomorrow“ (Ecology and sustainable tourism) – in Rakican in Slowenien in Form einer Videokonferenz statt.
Die Energieagentur Weststeiermark präsentierte am 26.03.2021 den Beitrag: „Biodiversity – invasive Neophytes“. Die PowerPoint Präsentation wurde von Mag. Dr. Peter Köck in englischer Sprache verfasst und vorgetragen.

 Neophytenmanagement  Kontrollgang  1

Um ein Areal nachhaltig von invasiven Neophyten freizuhalten, müssen im Zuge des Neophytenmanagements immer wieder Kontrollgänge durchgeführt werden. Vor allem im Frühjahr ist damit zu rechnen, dass aus den in dem Boden verbliebenen Rhizomen neue Pflanzen auswachsen.

Am 26.03.2021 wurde von Mag. Dr. Peter Köck und Hans Lesar wiederum ein Kontrollgang durchgeführt. Die zum Teil schon recht milden Frühlingstemperaturen ließen in der Tat schon einige Austriebe des Japanischen Staudenknöterichs sehen. Die einzelnen Pflanzen in den jeweiligen Sektoren wurden gezählt und sogleich entfernt.

Ergebnisse der einzelnen Sektoren:

Sektor 1: Hier waren noch keine Japanische Staudenknöterich-Pflanzen erkennbar

Sektor 2: Es wurden 4 kleine Staudenknöterich-Pflanzen entfernt

Sektor 3: Mindestens 16 Stück Japanische Staudenknöterich-Pflanzen wurden entfernt

Sektor 4: 3 Stück Japanische Staudenknöterich-Pflanzen wurden entfernt

Sektor 5: Entlang des Uferbereichs wurden 15 Stück und neben dem Bachgerinne 8 Stück Japanische Staudenknöterich-Pflanzen entfernt

Sektor 6: Es wurden weder Japanische Staudenknöterich-Pflanzen noch Kermesbeeren gesichtet.

Da mit dem Fortschreiten des Frühlings mit steigenden Temperaturen zu rechnen ist, müssen in nächster Zukunft weitere Kontrollgänge durchgeführt werden. Nur so können die neu austreibenden Neophyten, vor Allem der Japanische Staudenknöterich, bereits im frühen Wuchsstadium nachhaltig entfernt werden.

Bei diesem Kontrollgang konnten auch schon einige Tiere wie Schmetterlinge (Tagpfauenauge, Landkärtchen, Zitronenfalter), Amphibien (Frösche und Kröten) und einige Enten (Stockenten und eine Moschusente) und Fische (Rotfeder) am Nymphenweiher beobachtet werden.

April 2021

 Neophytenmanagement  Kontrollgang  2

Am 08.04.2021 wurde von Hans Lesar und Mag. Dr. Peter Köck der 2.Kontrollgang im heurigen Jahr durchgeführt. Es waren bereits viele Sämlinge auf den einzelnen Sektorenflächen zu sehen. Vor Allem der Japanische Staudenknöterich war in größeren Gruppen, zum Teil noch sehr klein und oft nur schwer am Boden erkennbar, aufgegangen.

Ergebnisse:

Sektor 1 und Sektor 2: Es waren bereits sehr viele kleine Sämlinge des Japanischen Staudenknöterichs zu sehen. Alle gesichteten Sämlinge wurden samt Rhizomen entfernt.

Sektor 3: Auf diesem Sektor waren besonders viele Sämlinge aber auch schon größere Pflanzen zu sehen. Alle Pflanzen wurden samt Rhizom ausgegraben, in. Plastiksäcken abgepackt und entsorgt.

Sektor 4: Auch hier waren viele kleine Staudenknöterichsämlinge zu sehen. Dieser Sektor wird bei einem weiteren Kontrollgang bearbeitet werden.

Sektor 5: Sowohl entlang des Uferbereichs als auch beiderseits entlang des kleinen Bächleins wurden sehr viele Sämlinge und kleine Pflänzchen des Japanischen Staudenknöterichs entdeckt. Es ist dringend notwendig alle diese Gewächse so bald als möglich zu entfernen.

Sektor 6: Es wurden keine Sämlinge von Neophyten (Japanischer Staudenknöterich, Kermesbeere) entdeckt.

Da in den nächsten Tagen und Wochen mit weiteren Sämlingen zu rechnen ist, wurden ein weitere Kontrollgänge von Hans Lesar und Mag. Dr. Peter Köck vereinbart, bei denen das Augenmerk besonders auf die Sektoren 3, 4 und 5 gerichtet wird.

 Neophytenmanagement  Kontrollgang  3

Am 15.04.2021 wurde der 3. Kontrollgang von Hans Lesar und Mag. Dr. Peter Köck am Nymphenweiher durchgeführt. Da beim letzten Kontrollgang bereits sehr viele neu angewachsene Sämlinge des Japanischen Staudenknöterichs entdeckt wurden, war es notwendig den Arbeitseinsatz mit der Hilfe von weiteren Mitarbeitern (Günter Pucher und Raimund Hosp) durchzuführen.

Ergebnisse:

Sektor 1 und Sektor 2: Obwohl diese Sektoren bereits beim letzten Kontrollgang gesäubert wurden, waren wieder einige Sämlinge des Japanischen Staudenknöterichs zu sehen. Alle Sämlinge wurden möglichst tief zu ausgegraben, um so viel Rhizome wie möglich zu entfernen.

Sektor 3: Der gesamte Sektor war mit jungen Sämlingen bewachsen. Bei einigen Pflanzen waren ihre Blätter schon deutlich erkennbar. Da der gesamte Boden dieses Sektors mit vielen Rhizomen kontaminiert zu sein scheint, sind hier im Laufe des Jahres noch weitere Kontrollgänge unvermeidlich. Alle Pflanzen- und Rhizomteile wurden in Säcke verpackt und abtransportiert.

Sektor 4: Wie schon zu erwarten war, sind auch in diesem Sektor einige Exemplare des Japanischen Staudenknöterichs aufgegangen. Sie wurden ausgegraben und entfernt.

Sektor 5: In diesem Sektor waren die mit Abstand meisten Staudenknöterichsämlinge zu sehen. Manche hatten schon einen deutlich sichtbaren Spross mit entsprechender Blattentwicklung, die meisten waren aber oft nur knospenartig entwickelt. Auch hier scheint der Boden des Sektors mit vielen Rhizomen kontaminiert und weitere Kontrollgänge werden notwendig sein. Alle ausgegrabenen Pflanzen- und Rhizomteile wurden in Säcke verpackt und abtransportiert.

Sektor 6: Es wurden weder Sämlinge des Japanischen Staudenknöterichs noch Sämlinge der Kermesbeere entdeckt.

Es ist zu unbedingt notwendig, das Neophytenmanagement auch weiterhin in regelmäßigen Abständen durchzuführen.

Besuch von Lokalpolitikern

Am 14.04.2021 besuchten Frau Barbara Spitz (SRin der Stadtgemeinde Deutschlandsberg) und Herr Roland Hödl (GR der Stadtgemeinde Deutschlandsberg) das Haus der Energie, um sich über das Interregprojekt BioDiTOUR näher zu informieren. Dr.in Imtraud Pribas und Mag. Dr. Peter Köck erklärten das länderübergreifende EU-Projekt. Sie informierten über Biodiversität, sanften Tourismus (Ökotourismus), invasive Neophyten und über die Revitalisierung des Nymphenweihers. Auch über die entstehende Neophyteninformationsstelle im Haus der Energie wurde Auskunft gegeben. Dr. Thomas Kern berichtete über die laminierten Herbarbelege und andere didaktische Materialien, die für von Schüler*innen und Interessierte Besucher*innen in der Informationsstelle aufgelegt werden.

Herr GR Roland Hödl, der auch Obmann des Bienenzuchtvereins von Deutschlandsberg ist, interessierte sich besonders für die Neophyten, die ja vor allem im Spätsommer als Bienentracht gelten. Auch Frau SRin Barbara Spitz betonte die Wichtigkeit der Biodiversität und den Nutzen eines sanften Tourismus am Nymphenweiher. Beide sahen aber auch das Gefahrenpotential und den Einfluss der invasiven Neophyten auf die Artenvielfalt.

Als Höhepunkt des Termins wurde auch der Nymphenweiher besucht. Herr Hans Lesar gab vor Ort Auskunft über die Arbeitsschritte im Neophytenmanagement, die er mit einigen Mitarbeitern in den letzten Tagen durchgeführt hat. Sowohl die Stadträtin als auch der Gemeinderat konnten sich ein genaueres Bild von der Problematik der invasiven Neophyten aber auch von der Schönheit des Nymphenweihers machen.

Bezirkskarte für Neophyten Informationsstelle

Die neue Neophyten Informationsstelle wird weiter adaptiert. Als Besonderheit gilt wohl eine Bezirkskarte, mit dem Ziel über die invasive Neophyten Lage in der Stadtgemeinde per se einen Überblick zu bekommen, aber auch im gesamten Bezirk. Fundorte können auf dieser Karte von der Bevölkerung vermerkt werden.

Mai 2021

Aktivitäten im Monat Mai

Ein sanfter Tourismus, der sich im Gelände des Nymphen Weihers entwickeln soll, muss in diese Naturlandschaft entsprechend eingebettet werden. Für die Infrastruktur am Weiher sollen möglichst wenige künstliche Implantate gesetzt werden. Ergo, die Entwicklung von einem Prototyp für eine Bank aus Kastanienholz.

Auch in diesem Monat war die Durchführung von weiteren praktischen Maßnahmen zur Eindämmung der invasiven Neophyten-Arten zur Erhaltung der Biodiversität unerlässlich.

Aufgrund der Corona Verordnungen können nur wenige Veranstaltungen und Workshops durchgeführt werden. Die Zielgruppe der Garten- und Grünraumpfleger*innen sind prioritäre Ansprechgruppen, da sie auch beruflich unmittelbar mit diesem sensiblen Thema der Neophyten zu tun haben.

Die Gemeinden im Programmgebiet sind herzlich eingeladen als Stakeholder an Workshops und allen öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Aufgrund der Corona Krise gab es dies bis jetzt nur in kleinstem Kreis.

Das Projekt BioDiTOUR ist in weiten Teilen der Bevölkerung bekannt und so werden auch Kurzausflüge, Kurzbesuche zum Nymphenweiher unternommen, um sich bei uns von den Arbeiten vor Ort am Geschehen, zu informieren. Der Nymphenweiher ist eine „open teaching area“ und zeigt das „learning by doing“. Um die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung zu stärken und zu fördern wurden auch spezielle didaktische Materialien entwickelt, die bei Veranstaltungen den Besucher*innen helfen die verschiedenen Neophyten zu erkennen.

Juni 2021

23.06.2021 Abstimmungsgespräch mit dem Umweltauschussvorsitzenden von Deutschlandsberg Hans  Gressenberger

Berichterstattung unsererseits zum Status quo von BioDITOUR und weitere Abstimmungsgespräche, Ausblick sowie Planung von weiteren Meilensteinen laut Projektantrag mit dem Vorsitzenden vom Umweltausschuss der Stadtgemeinde Deutschlandsberg und Finanzstadtrat Hans Gressenberger,  wurden in bewährter Art und Weise in strengem Zeitplan durchgeführt und ergebnisorientiert protokolliert. Foto: Hans Gressenberger und Peter Köck von BioDiTOUR.

Bewusstseinsbildung, Öffentlichkeitsarbeit und auch Marketing mittels BioDiTOUR Roll-up

Das gemeinsam entwickelte Instrument zur Bewusstseinsbildung ist unser plakativ gestaltetes Roll-up. Gemeinsam von allen entwickelt unter der Schirmherrschaft vom Leadpartner RIS gibt es mehrere Vorschläge, die allesamt sehr gelungen sind. Wir entschieden uns für diese Version (siehe Foto) da es den Einklang zwischen (kleine und große) Menschen und der Natur ( Bäume als Symbol für Sauerstofflieferanten und komplexe Lebewesen) wunderbar vermittelt.

25.06.2021 Workshop zum Thema invasive Neophyten und Biodiversität am Nymphenweiher

Wichtigste Multiplikatoren sind Schüler*innen, die ihr Wissen nach hause und darüber hinaus, tragen.  Von der  Schule MS2 Deutschlandsberg  ( ausgezeichnet als Ökolog-Schule) meldete sich die  3. Klasse mit ihren Pädagog*innen für einen interaktiven Workshop direkt am Nymphenweiher.

Lern und Lehrinhalte in diesem „grünen Klassenzimmer“: Einfache Erklärung zum Projekt BioDiTOUR in Kontext mit dem Programm Interreg und Land Steiermark, Projektpartner und ihre Funktion. Erklärung von Begriff und Bedeutung invasive Neophyten, Neophyteninfo-Stelle, Biodiversität und grüne Perle Nymphenweiher. Erklärungen und Information erfolgte durch Mag.Dr. Peter Köck.

Zielsetzung: Learning by doing beim Experimentieren, Beobachten und Lernen mit den von uns entwickelten schuldidaktischen Unterrichtsmaterialien rund um den Nymphenweiher. Fachlich top begleitet von Dr. Thomas Kern /Haus der Energie.

Juli 2021

Informationsstelle für invasive Neophyten im Haus der Energie

Was sind invasive Neophyten? Wie sehen diese aus? Wachsen diese auch bei mir daheim oder in meiner Umgebung? Warum ist es wichtig, diese Pflanzen zu kennen?

Diese Fragen beantworten wir in der Neophyten Informationsstelle und geben weitere wichtige Informationen dazu. Auf einer großen Bezirkskarte können Neophyten Fundstellen eingetragen bzw. Orte, wo invasive Neophyten vorkommen, markiert werden. Ein kurzes Video erzählt Wissenswertes zu diesem wichtigen Thema.

Am 27.09.2021 findet ein Tag der offenen Tür ab 9.00h bis 16.00h statt.

Die Neophyten Informationsstelle ist täglich von 9.00h bis 16.00h für interessierte Personen frei zugänglich. Wir bitte um Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verordnungen.

Gefördert im Rahmen vom EU Interreg SI-AT Projekt BioDiTOUR

Invasive Neophyten – interaktives Lernen für Kinder (Bildungsangebot für Kindergärten und Schulen)

Im Rahmen der Sommerimpulse in Deutschlandsberg wurde am 20.07.2021 ein interessantes Kinderprogramm mit dem Thema Tiere und Pflanzen der Lassnitz durchgeführt. Didaktische Idee, Planung und Umsetzung von Dr. Thomas Kern und Mag. Dr. Peter Köck.
Thema bei den Pflanzen waren vor allem die an der Lassnitz wachsenden Neophyten. Intention war es den teilnehmenden Jungforscher*innen (JF) ganz niederschwellig die Problematik der invasiven Neophyten näherzubringen. Weiteres Thema des Programmes war der Lebensraum fließendes Gewässer und welche Tiere leben im Fluss/Bach.
Nach einer kurzen Einführung in das Thema invasive Neophyten wurden bei einem Spaziergang entlang der Lassnitz auf das Vorhandensein von invasiven Neophyten besonderes Augenmerk gelegt. Mit didaktischen Hilfsmitteln wurde es den JF erleichtert die Pflanzen zu erkennen und von anderen zu unterscheiden. Das Thema des Lebensraums „fließendes Gewässer“ wurde den JF durch eigenes Erfahren bei zweierlei Aktivitäten nähergebracht. Bei einer geeigneten Stelle durften die JF eigenständig das tierische Leben der Lassnitz untersuchen. Mit Keschern und Eimern wurde in der Lassnitz Tiere gefangen, mit Becherlupen genau beobachtet und dann gemeinsam bestimmt und besprochen. An einer anderen Stelle in der Lassnitz wurde auf den Faktor Fließgeschwindigkeit hingewiesen. Die JF hatten die Gelegenheit mit selbst gefalteten Papierbooten die unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten eines Bachs/Flusses zu entdecken und im Rahmen einer „Bootsregatta“ auszuprobieren wo ist die Fließgeschwindigkeit am größten.
Als Abschluss des Vormittages gab es dann die Gelegenheit sich vom riesigen Angebot an Gemüsesorten und Obst- und Gewürzpflanzen im Stadtgarten zu überzeugen. Bei einem, von den Mitarbeiter*innen der EAW zubereiteten aromatisierten „Kräuterwasser“ nutzten dann die JF die Gelegenheit sich in das Gästebuch des Stadtgartens einzuschreiben.

Fotos: eaw

August 2021

Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung

„WIE vermittle ich Information zu invasiven Neophyten, damit diese auch verstanden wird?“ Diese Frage stellen wir uns auch zu den Themen Biodiversität, Umwelt- und Naturschutz. WIE erreiche ich die unterschiedlichen Zielgruppen und mit welchen messbaren Erfolgsoutputs.

Im Projekt BioDITOUR werden Lern- und Lehrmaterialien als wichtige, interaktive Elemente gesehen. Gleichermaßen für kleine und große Menschen. Die, von uns hergestellten Unterrichtmaterialien werden zunächst von uns selbst getestet, dann von Besucher*innen in unserem Haus und im Stadtgarten. Bei Bedarf wird korrigiert und angepasst. Vorträge und Videos werden unkompliziert erstellt, stets bedacht, Menschen zu erreichen, die keine oder wenig Informationen auf diesem doch speziellen Fachgebiet mitbringen. Es wird mit allen Sinnen gearbeitet. Angreifen und ansehen können sind sehr wichtige Parameter. Das Herstellen von diesen (Unterrichts)materialien bedarf Zeit und Geduld. Das große Interesse an unseren Vorträgen und Schulungen bestätigt unsere Herangehensweise. Herr Dr. Thomas Kern teilt sein großes fachliches Wissen mit allen Projektpartnern von BioDiTOUR. Ein großes Danke dafür!

Fotos: eaw

Öffentlichkeitsarbeit und quo vadis BioDITOUR

Das Projekt BioDITOUR erfährt großes Interesse bei vielen Menschen des öffentlichen Lebens. Herr Mag. Josef Wallner, Bürgermeister der Stadtgemeinde Deutschlandsberg informiert sich regelmäßig über die Projektarbeit und ihren Status quo. Frau Dr.in Andrea Krapf vom Land Steiermark A13 unterstützt uns mit ihrem großen fachlichen Wissen und ihren Ideen. Frau Stadträtin Barbara Spitz, mit ihrem weit gespannten Netzwerk, regt in positiv besetzten Diskussionen zum Meinungsaustausch an und zählt für uns zu den wichtigsten Multiplikator*innen im Bezirk Deutschlandsberg.

Alle Projektpartner, vorab RIS als Leadpartner mit Frau Nina Biro, Naturpark Raab mit Frau Nadine Wagner und die Gemeinde Kidricevo mit Frau Mojca Mesko sowie die Stadtgemeinde Deutschlandsberg arbeiten gemeinsam an den definierten Maßnahmenpaketen, tauschen sich kontinuierlich aus und stimmen sich ab.

Fotos: eaw

September 2021

Presseartikel aus dem STADTMAGAZIN DEUTSCHLANDSBERG 4-2021

27.09.2021 Eröffnung der Informationsstelle für invasive Neophyten

Die Vorbereitungen für den „Tag der offenen Tür“ anlässlich zur Eröffnung der Informationsstelle für invasive Neophyten sind angelaufen. Die zweisprachige Einladung wurde bereits ausgeschickt, Plakate zum Beispiel beim Stadtgarten und im Stadtgarten montiert, die Gästeliste täglich aktualisiert, und am Feinschliff für den Ablauf und die Durchführung wird noch täglich gearbeitet.

Das gemeinsame EU-Projekt BioDiTOUR von Österreich und Slowenien dessen Laufzeit 2 Jahre beträgt, beinhaltet als einen Hauptschwerpunkt die Einrichtung einer Informationsstelle für Invasive gebietsfremde Pflanzen.

Information und Bewusstseinsbildung der Bevölkerung haben oberste Priorität beim Management invasiver Arten, denn durch das Erkennen solcher Pflanzen, können Verwechslungen mit heimischen Pflanzen bei Durchführung von Maßnahmen ausgeschlossen werden. Auch das Wissen wo geografisch gesehen invasive Neophyten vorkommen spielt für gezieltes Management eine große Rolle. Es wurde daher eine Karte des Bezirkes gestaltet auf der deren Fundpunkte eintragen werden können.

Fotos: eaw

Tag der offenen Tür

Am 27.09.2021 fand im Haus der Energie, ein Tag der offenen Tür statt, an dem die Neophyteninformationsstelle feierlich eröffnet wurde. Diese Informationsstelle ist ein entsprechend eingerichteter Raum, in dem sich die Bevölkerung ganz niederschwellig über invasive Pflanzen informieren kann. Aber auch Schulen, Vereine, Interessierte aus der Wirtschaft und Landwirtschaft erhalten hier Antworten auf offene Fragen zu diesem Thema. Neben Vorträgen, können auch Workshops zum Thema Biodiversität, sowohl indoor als auch outdoor, unter Zuhilfenahme von diversen Lernbehelfen, durchgeführt werden. Wandtafeln, in deutscher und slowenischer Sprache, sowie eine vertonte Neophytendokumentation, ebenfalls zweisprachig, die auf einer Endlosschleife mittels Computer abläuft ergänzt und bereichert die Informationsstelle.

Zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, sowohl vom Land Steiermark als auch aus der Kommunalpolitik, aus der Wissenschaft und Wirtschaft fanden sich zu dieser Veranstaltung ein. Nach der zweisprachigen Begrüßung und Einführung durch die Projektleiterin Dr.in Irmtraud Pribas, wurde der „Tag der offenen Tür“ feierlich von Frau Landesrätin Mag.a Ursula Lackner (Arbeitsschwerpunkte Umwelt, Klimaschutz, Energie, Regionalentwicklung und Raumordnung) eröffnet. In ihrer Grußbotschaft wurde die Biodiversität auf gesamteuropäischer Ebene hervorgehoben und die Notwendigkeit diese zu schützen. Gebietsfremde Arten bedrohen die gemeinsamen Habitate und es gilt, länderübergreifend durch konsequente Bewusstseinsbildung und innovative Projekte, wie BioDiTOUR, die Bevölkerung zu informieren.

Herr Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Helmut-Theobald Müller, der Hausherr der Stadtgemeinde Deutschlandsberg Mag. Josef Wallner und Herr Prof. Dr. Johannes Gepp, Präsident des Naturschutzbundes Steiermark und Vizepräsident des Österreichischen Naturschutzbundes begrüßten die Errichtung dieser steiermarkweiten Informationsstelle zum brisanten Thema der invasiven Neophyten.

Unser Leadpartner im Interreg Projekt BioDiTOUR Raziskovalno izobrazevalno sredisce Dvorec Rakican mit Frau Nina Biro, unser Projektpartner Obcina Kidricevo mit Frau Mojca Mesko, unser Projektpartner Naturpark Raab mit Frau Cornelia Mähr und der Projektpartner Stadtgemeinde Deutschlandsberg wurden einzeln vorgestellt und die jeweiligen gemeinsamen Themen- und Arbeitsschwerpunkte erklärt.

Weitere Gäste und wichtige Multiplikatoren waren die Stadträtinnen Barbara Spiz und Roswitha Zerha, Gemeinderat Roland Hödl, Bürgermeister Bernd Hermann und Amtsleiteer Thomas Lagger (beide Marktgemeinde Frauental), der Geschäftsstellenleiter Hartmut Kleindienst vom AMS Deutschlandsberg, Frau Mag.a Daniela Zeschko, Projektleitung der Natur.Werk.Stadt in Graz (GBP Natur.Werk.Stadt StAF GmbH), Frau DI Irene Eiletz-Rath vom VERBUND, und Direktorin der MS2 Deutschlandsberg Frau Monika Mussner-Kiklin, MBA MEd.

Sehr erfreut waren wir auch über den Besuch von Frau DI Sabina Cimerman (A17 Land Steiermark).

In einem fachlich sehr fundierten Vortrag gab es von Herrn Mag. Dr. Peter Köck einen Rück- und auch einen Ausblick zum Themenkomplex invasive Neophyten, Infostelle, Neophyten Management und Neophyten Monitoring sowie sanfter Tourismus und BioDiTOUR Infopunkte. Herr Hans Lesar, verantwortlich für das praktische Neophyten Management war an diesem Tag auch in der Funktion des Covid-Beauftragten tätig.

Ein kleines, aber feines Buffet liebevoll dekoriert im großen Garten; war ein sogenannter Hingucker für die zahlreichen Gäste. Gesunde Lebensmittel aus der unmittelbaren Umgebung und erfrischende Kräutersäfte, Kaffee und Mehlspeisen luden zum Dableiben ein. Ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter*innen vom GBP Haus der Energie für ihren großartigen Einsatz zum Gelingen dieser Veranstaltung.

in weiterer Folge gab es einen regen Meinungsaustausch zwischen den Vertretern des Naturschutzbundes Steiermark, (Interreg-Projekt BANAP) und den anwesenden Partnern des Interreg-Projekts BioDiTOUR.

Das gemeinsame Partnertreffen mit dem Leadpartner RIS (Nina Biro), Obcina Kidricevo (Mojca Mesko) und Naturpark Raab (Cornelia Mähr) und der Stadtgemeinde Deutschlandsberg fand am Nachmittag statt.

Herzlichen Dank an die Reporter*innen der regionalen Zeitungen für ihren Besuch bei uns, ihrem Aufenthalt und für die ausgezeichnete Berichterstattung.

alle Fotos: eaw

Presseartikel aus die WOCHE Deutschlandsberg Nr. 39 – 29.+30.09.2021

Oktober 2021

Natur Juwel Nymphenweiher

Am 08.10.2021 wurde das Natur Juwel Nymphenweiher von Frau Landesrätin Mag.a Ursula Lackner direkt vor Ort in Niedergams eröffnet. Zu dieser besonderen Veranstaltung konnten auch die Bürgermeister Herr Mag. Josef Wallner (Projektpartner Stadtgemeinde Deutschlandsberg) und Herr Bürgermeister Bernd Hermann (Kleinregion Bad Gams Deutschlandsberg Frauental) begrüßt werden. Frau Landesrätin hob die besondere Bedeutung von diesem länderübergreifenden Interreg-Projekt BioDiTOUR hervor: Naturschutz und Klimaschutz kennen keine Grenzen.

Frau Barbara Spiz, Stadträtin in Deutschlandsberg und Gemeinderätin aus Bad Gams erfreute alle Gäste mit einem kleinen Buffet und heißem Tee. Der Nymphenweiher wurde per Fuß erkundet und seine einzigartige Flora und Fauna erklärt. Themenschwerpunkte waren die invasiven Neophyten und die Sektoren mit Initialpflanzungen, beides fachlich präzise erklärt von Mag. Dr. Peter Köck.

An einer weiteren Station an der Böschung, wurden die praktischen Eindämmungsmaßnahmen von Herrn Hans Lesar anhand vom Staudenknöterich den sehr interessierten Stakeholdern und politischen Vertreterinnen erklärt.

Bei der Station „Tiere im Nymphenweiher“ konnte mit Keschern, Glasgefäßen und Lupen die Welt der Wasserbewohner erforscht und beobachtet werden. Herr Dr. Thomas Kern führte alle Gäste in die Welt vom Nymphenweiher ein und konnte am Infostand die vielen Lern- und Lehrmaterialien für kleine und große Menschen direkt präsentieren. Dieser kleine Workshop und Exkurs in die Wasserwelt war spannend und der Höhepunkt der Veranstaltung.: Wissen – Verstehen – Handeln.

Frau Ing.in Silvia Mathelitsch (A 15 Land Steiermark) und Herr Dr. Christian Holter, weltweit anerkannter Solarthermie Experte, informierten sich über die Arbeitspakete und Ziele vom länderübergreifenden Interreg Projekt BioDiTOUR.

Weiter ging es in den Ortsteil Bad Gams. Im Vorfeld wurde gemeinsam mit Frau Barbara Spiz und dem kommunalen Klimaschutzbeauftragten Roland Hödl ein mobiles Roll up entworfen. Dieses wurde vor einem Lebensmittelgeschäft mit einem einen Infostand zur Neophyteninformationsstelle aufgebaut. Das mobile Rollup wird in Kindergärten und Schulen reisen, die Kinder, Schüler*innen und Pädagog*innen informieren und auf die Informationsstelle im Haus der Energie aufmerksam machen. Damit wird die Citizen Scienceship gezielt gefördert und gestärkt.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Mitwirkenden (Gemeinderät*innen, Besucher*innen) für ihr aktives Mittun und ihr Engagement für das Projekt BioDiTOUR.

Fotos: Josef Strohmeier und eaw

Presseartikel aus die WOCHE Deutschlandsberg Nr. 41 – 13.+14.10.2021

Presseartikel aus die Weststeirische RUNDSCHAU Nr. 41 – 15.10.2021