KEM – Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental

Die Klima- und Energie- Modellregion Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental (KEM) liegt im Westen der Region Südweststeiermark und ist charakterisiert durch ihre ländlich geprägte, aber sehr heterogene Landschaft. Die Geografie der Region verläuft vom Bergland, über sanftes Hügelland bis hin zu Tallandschaften.

Die Stadtgemeinde Deutschlandsberg, mit ihren sechs Ortsteilen Bad Gams, Deutschlandsberg, Freiland, Kloster, Osterwitz und Trahütten, liegt im Herzen der Weststeiermark und erstreckt sich über eine Fläche von 179 km² und beheimatet rund 11.600 Einwohner.
Die Marktgemeinde Frauental a. d. L. liegt in einer Tallage auf 332 m Seehöhe und zählt mit ihren knapp 3000 Einwohnern zu den schönsten Orten der Weststeiermark.
Die beiden Gemeinden der KEM liegen geographisch unmittelbar nebeneinander, wobei eine klare Gemeindegrenze nicht mehr wahrgenommen werden kann. Ein Grund für die bereits gut funktionierende Zusammenarbeit der beiden Gemeinden ist, dass diese ähnlich strukturiert sind. Es handelt sich um ländliche Gemeinden mit den Schwerpunkten Tourismus, Landwirtschaft und Gewerbe. Neben wirtschaftlichen Faktoren spielt aber auch der soziale Umgang untereinander eine große Rolle.

Klima- und Energiemodellregionen erreichen ihre Ziele, indem sie alle Kräfte bündeln, ihre regionalen Ressourcen umweltfreundlich nutzen und dabei ihren Energiebedarf mit einem klugen Mix aus der Produktion von erneuerbaren Energien, Maßnahmen zur Energieeffizienz und intelligenter Steuerung decken. Unter diesem Motto will die KEM Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental die gemeinsam definierten Maßnahmen und Visionen für eine gesunde und lebenswerte Zukunft in der Gegenwart und für die zukünftigen Generationen umsetzen.

Quelle: UMSETZUNGSKONZEPT Klima- und Energiemodellregion Kleinregion Kernraum Bad Gams – Deutschlandsberg – Frauental

 

95 Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) in 819 Gemeinden setzen Klimaschutzprojekte um. Seit 01.12.2018 zählen auch die Stadtgemeinde Deutschlandsberg, Bad Gams und die Marktgemeinde Frauental dazu.

Keine Abhängigkeit mehr von teuren Erdölimporten, keine Angst mehr vor Gaskrisen – stattdessen saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Die österreichischen Klima- und Energie-Modellregionen verfolgen genau dieses Ziel. Und sie sollen Vorbilder für andere Regionen werden. Die langfristige Vision: 100 % Ausstieg aus fossiler Energie.
Zentrales Element jeder Modellregion ist ein-e ModellregionsmanagerIn. Gemeinsam mit Partnern aus der Region werden Projekte in folgenden Bereichen umgesetzt.

  • Erneuerbare Energie
  • Reduktion des Energieverbrauchs
  • Nachhaltiges Bauen
  • Mobilität
  • Landwirtschaft
  • Bewusstseinsbildung

Klima-und Energie-Modellregionen ist ein Programm des Klima- und Energiefonds. Im Rahmen des Programms werden regionale Klimaschutzprojekte und das regionale Modellregionsmanagement ko-finanziert. Klima- und Energie-Modellregion zu sein bietet Zugang zu einem breiten Netzwerk sowie exklusiven Schulungen, Unterstützungen und Förderungen. (Quelle: www.klimaundenergiemodellregionen.at)

Öffentlichkeitsarbeit und Information zur Bewusstseinsbildung

Der Stadtgarten Deutschlandsberg ist per se Ort der breitenwirksamen Öffentlichkeitsarbeit für die Ziele und Tätigkeiten der Klima- und Energie- Modellregion. Gemeinsam mit dem Haus der Energie sind es Veranstaltungsorte, wo sich die Bevölkerung, Schulen, die Klima- und Energie- Modellregion, Gemeinden und ExpertInnen begegnen und die Themenkomplexe der Klima-und Energie- Modellregion auf vielfältige Art und Weise leicht verständlich vermittelt werden. Unser Bildungsprogramm richtet sich an Alle und fachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die BesucherInnen werden zu den definierten Schwerpunkten der Klima- und Energie- Modellregion – Energie, Klimaschutz, Klimawandel und Klimawandelanpassung – am großen Gartengelände bei Gartenführungen, Workshops, Vorträgen etc. und im Haus der Energie bei Hausführungen (Heizungssystem aus einem Mix aus erneuerbaren Energieträgern mit Monitoring) „abgeholt“ und informiert. Umfassendes Informationsmaterial wird auch in Form von „KEM-Produkten“ weitergegeben wie zum Beispiel heimische Bienenfutterpflanzen in Töpfen, oder ein KEM-Kräuter Tee aus dem Stadtgarten. Im Bereich der sozialen Medien ist die Klima- und Energie- Modellregion auf facebook mit ihren Aktivitäten regelmäßig vertreten. Die KEM ist in einem großen Netzwerk mit lokalen und regionalen Medien aber auch grenzüberschreitend zu Slowenien verankert.

(Foto links: Quelle: Marktgemeinde Frauental a. d. L.)

 

Der Stadtgarten Deutschlandsberg als Klimabotschafter

Der Klimawandel ist heute längst nicht mehr ein rein akademisches Problem, sondern er ist nicht nur global und auch in den regionalen Bereichen spürbar, obwohl viele Menschen noch immer glauben, dass der globale Klimawandel eher ein „theoretisches Problem“ mit unsicheren Rechenmodellen ist. Für viele Menschen, Pflanzen und Tiere auf unserer Erde ist er aber längst eine reale Bedrohung für die Existenz. Gegenmaßnahmen auf allen Ebenen sind deshalb längst notwendig. Bewusstseinsbildung, indem man gegenwärtiges Wissen hinterfragt und verbleibende Unsicherheiten beleuchtet, ist mittels Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig. Dabei sollen Antworten auf die Frage, was kann man als einzelner Mensch für den Klimaschutz machen gegeben werden. Der Stadtgarten Deutschlandsberg kann hier als Klimabotschafter fungieren und unter dem Motto: „Wissen – Verstehen – Schützen“ versuchen, Möglichkeiten aufzuzeigen wie man das eine oder andere Problem, theoretischer oder praktischer Natur, umgehen könnte. Das Wissen soll der breiten Bevölkerung und auch schulisch organisierten Gruppen mittels Veranstaltungen (Gartenführungen, Vorträge und Workshops) vermittelt werden.

 

Klimawandelanpassung im kommunalen Handeln

Eine der Maßnahmen in der Klima- und Energie- Modellregion ist dem Schwerpunkt Klimawandelanpassung im kommunalen Handeln gewidmet.

Gemeinden und somit auch ihre EinwohnerInnen sind oftmals unmittelbar von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Fehlende Ressourcen oder fehlendes Praxiswissen erschweren jedoch vor allem in kleinen und mittleren Gemeinden eine vorausschauende Berücksichtigung dieser Entwicklungen. Die im Projekt beteiligten KEM-Gemeinden werden vom Land Steiermark im Rahmen des EU-Projektes Life Local Adapt unterstützt, einen lokalen Anpassungsplan zu erstellen und erforderliche Maßnahmen auf Gemeinde Ebene zu erarbeiten und umzusetzen. In diesem Sinne nehmen die beiden KEM Gemeinden, die Stadtgemeinde Deutschlandsberg und die Marktgemeinde Frauental a. d. L. hierbei eine Vorreiterrolle ein.

Das Projekt umfasst die Vermittlung von praxisnahem Wissen zur Klimawandelanpassung in kommunalen Aufgaben, die Ergänzung kommunaler Ressourcen zur Integration von Klimaanpassungsaktivitäten sowie die Unterstützung der KEM-Gemeinden zur Umsetzung konkreter Klimaanpassungsmaßnahmen aufgrund von zwei gemeinsam ausgearbeiteten Aktionsplänen sowie Faktenblätter zu Wetterextrem-Ereignissen für die Stadtgemeinde Deutschlandsberg und die Marktgemeinde Frauental. Es ist festzuhalten, dass es sehr positive Rückmeldungen und auch großes Interesse aus den Gemeinden zu den Aktionsplänen gibt.

(Fotos unten : Quelle: Marktgemeinde Frauental a. d. L.)

 

JungforscherInnen im Stadtgarten Deutschlandsberg dem „Klimabotschafter“ der Klima- und Energie- Modellregion Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental  

Am 17.09.2019 und am 27.09.2019 wurden für die 2. und 3. Klassen der VS Frauental an der Lassnitz eine Exkursion und eine Stadtgartenführung durchgeführt. Bei einem Spaziergang entlang der Lassnitz wurde den Schülerinnen die Wichtigkeit der Artenvielfalt und des Klimaschutzes entlang von Fließgewässern nähergebracht. Es wurde auf die Problematik der invasiven Neophyten hingewiesen und auch Maßnahmen der Bekämpfung dieser Neophyten erklärt. Bei dieser Exkursion erfuhren die SchülerInnen auch noch andere interessante Dinge von den Tieren und sonstigen Pflanzen entlang der Lassnitz. Bei der Stadtgartenführung wurde den sehr interessierten SchülerInnen die Wichtigkeit der Gärten für den Klimaschutz erläutert. Mag. Dr. Köck wies auf die Wichtigkeit der „Gemüse und Kräuter“ als Lebensmittel hin und erklärte die Folgen des Klimawandels für diese Nutzpflanzen. Einzelne im Stadtgarten wachsende Kräuter wurden auch für eine „Kräuter-Aufstrich-Jause“ verwendet. Die SchülerInnen schmierten und belegten sich mit größter Begeisterung ihre eigenen Brötchenkreationen. Als Abschluss wurde den Klassen ein Diplom überreicht, das sie als Experten für invasive Neophyten auszeichnete. Die PädagogInnen und der ebenfalls an der Stadtgartenführung teilnehmende Bürgermeister der Marktgemeinde Frauental an der Lassnitz, Herr Bernd Hermann, erhielten im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit der Klima- und Energie- Modellregion Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental jeweils eine Teemischung bestehend aus Kräutern aus dem Stadtgarten.

 

GIRO TO ZERO – Tour de KEM

Unter dem Motto 95 KEM Regionen – 1 gemeinsames Ziel radelten die KEM Manager Herwig und Simon alle 95 KEM Regionen in ganz Österreich an. Wir freuten uns sehr über ihren Besuch bei uns in der Klima- und Energie- Modellregion Deutschlandsberg I Bad Gams I Frauental. Wir stellten Ihnen unser Projekt näher vor und zeigten Ihnen das „Haus der Energie“ und den Stadtgarten Deutschlandsberg, den „Klimabotschafter“ unserer KEM. Das angenehme Gespräch und der interessante Austausch über unsere Projekte werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Im Anschluss noch ein kurzer Auszug aus dem TOURTAGEBUCH von Herwig und Simon auf der Giro-to-Zero Homepage:

…..Und so erreichten wir wie fast immer früher als geplant unser letztes Wochenziel Deutschlandsberg. Besser gesagt das Büro der Energie Agentur Weststeiermark wo wir die Geschäftsführerin Irmtraud Pribas und ihr Team kennen lernen durften. “Wenn wir den Klimawandel wirklich ernst nehmen wollen, müssten wir das machen was uns am allerschwersten fällt: verzichten!” erklärt uns Irmi und zeigt damit eines der auffälligsten Merkmale ihres Bürostandortes her. Das Büro der EAW besteht zu hundert Prozent aus Einrichtungsgegenständen zweiter Hand, hier gibt es nichts Unnötiges und man versucht so gut es geht, Produkte aus eigenen Mitteln herzustellen. Im Büro liegen einige Holzkörbe mit Blüten und Kräutern, die zum trocknen aufgelegt werden, eine Mitarbeiterin entkernt Engelwurzsamen und auf dem Tisch steht selbst hergestelltes Kräutersalz. Irmi und ihre MitarbeiterInnen zeigen was es heißt, sparsam und damit klimafreundlich zu leben…….. “I

Vortrag: „Invasive Neopyten“ in der KEM Kulmland

Am Donnerstag dem 24.10.2019 fand in der KEM Kulmland in Pischelsdorf, von 18:30 – ca. 21:00 Uhr, auf Einladung von Frau Mag.a Heidrun Kögler (KEM-Managerin für KEM Kulmland) ein Vortrag zum Thema: „Invasive Neophyten“ statt.

Frau Mag.a H. Kögler begrüßte alle Anwesenden, besonders den Obmann der KEM Kulmland Herrn Bürgermeister Ing. Alexander Allmer (Gemeinde Stubenberg a. See), sowie von der Energieagentur Weststeiermark Frau Dr.in Irmtraud Pribas (Managerin der KEM Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental) und Herrn Dr. Thomas Kern, sowie den Vortragenden Mag. Dr. Peter Köck. Auch Herr Ing. Allmer begrüßte alle Anwesenden seinerseits und schildete kurz die Aktivitäten der KEM Kulmland.

Herr Mag. Dr. Peter Köck (Energieagentur Weststeiermark und Mitarbeiter der KEM Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental) berichtete am Beginn des Vortrages über das Klima, Klimabilanz, Klimaänderungen und deren Auswirkung auf Pflanze, Tier und Mensch und über die Pflanzen, die vom Klimawandel begünstigt sind. Der Hauptteil des Vortrages bezog sich dann auf die verschiedenen invasiven Neophyten, die vom Klimawandel profitieren. Einzelne Pflanzenporträts mit zahlreichen Abbildungen wurden besprochen, sowie Bekämpfungsmaßnahmen zu den einzelnen Neophyten aufgezeigt. Es wurde auch auf behördliche Institutionen hingewiesen, die in Einzelfällen bei der Neophytenbekämpfung besonders bei der Entsorgung Hilfestellung geben können.

Am Schluss der Veranstaltung gab es dann noch die Möglichkeit Fragen zu den Invasiven Neophyten zu stellen. Nach einer kurzen Diskussionsrunde endete die Veranstaltung. DieKEM Kulmland lud noch zu Getränken und zu einem kleinen Imbiss ein, wo die anwesenden Gäste noch über das Thema weiterdiskutieren konnten.

Projekt: „Klimaschutz mit Genuss“

Energieagentur Weststeiermark
Grazerstraße 39
8530 Deutschlandsberg
Projektleitung: Dr.in Irmtraud Pribas
Projektbearbeitung; Mag. Dr. Peter Köck

Schon seit einiger Zeit wissen wir, auch wenn es manche Regierungen noch immer nicht wahrhaben wollen, dass sich unser Klima global ändert. Doch inwiefern wirken sich Temperaturerhöhungen, Perioden der Trockenheit, Stürme und heftige Regenfälle auf unseren unmittelbaren Alltag aus? Wirkt sich die Klimaveränderung auch auf unsere Wirtschaft und somit auf unsere regionalen Klein- und Mittelbetriebe aus? Gerade die Versorgung mit Nahrungsmittel aus unserer unmittelbaren Umgebung ist uns, als Alternative zu den großen Lebensmittelgiganten, besonders wichtig. Gute und gesunde Nahrungsmittel aus der Region, wie lange gibt es sie noch?
In diesem Projekt wurden Interviews mit Inhabern und Inhaberinnen von unterschiedlichen Klein- und Mittelbetrieben in der KEM Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental durchgeführt. Sie wurden u.a. zu den Themen: naturnahe Produkte aus der regionalen Umgebung, „Bio“ und Nachhaltigkeit sowie Klimaveränderung und regionale Maßnahmen befragt. Grundsätzlich ist allen bewusst, dass es den Klimawandel gibt, und dass er sich individuell auch auf ihre Betriebe auswirkt. Da man auch in weiterer Zukunft wettbewerbsfähig bleiben und mit regionalen Produkten wirtschaften will, versucht jeder Betrieb nach seinen Möglichkeiten dem Klimawandel entgegenzusteuern. Das ganze Projekt wurde dokumentiert und fand mit einer gemeinsamen Feier, unter Teilnahme regionaler Politiker und regionaler Presse, im Stadtgarten von Deutschlandsberg, seinen Abschluss.

Folgende Maßnahmen und Aktivitäten wurden im Projekt durchgeführt bzw. gesetzt:

Auswahl und Recherche der Betriebe:
Es wurden 7 Betriebe aus der Region ausgewählt und besucht. Alle geplanten Interviews sind mit den einzelnen Betriebsbesitzerinnen und -besitzern durchgeführt worden.

Folgende Fragen wurden bei den einzelnen Interviews gestellt:

– Stellen Sie in wenigen Worten Ihren Betrieb vor, was waren die ersten Schritte und wo lagen die Meilensteine?

– Was ist Ihre Firmenphilosophie?

– Was bedeuten für Ihren Betrieb die Begriffe Regionalität und Nachhaltigkeit?

– Wie wichtig sind Bioprodukte oder naturnahe Produkte?

– Was bedeutet für Sie der Begriff Artenvielfalt, spielt er für Ihren Betrieb eine Rolle?

– Was bedeutet eine Klimaveränderung für Sie und Ihren Betrieb?

– Was können Sie in Ihrem Betrieb für den Klimaschutz tun?

– Welche Maßnahmen wünschen Sie sich von der Politik?

-Wie sehen Sie Ihren Betrieb in den nächsten Jahren, was sind Ihre nächsten Pläne und Ziele?

Folgende 7 Betriebe aus der Region wurden von Mag. Dr. Peter Köck interviewt.

  • Bauerncafé FINK; Waltraud Fink
    8524 Bad Gams 2
  • Ölmühle HAMLITSCH; Guntram Hamlitsch
    Wirtschaftspark 28, 8530 Deutschlandsberg
  • „Bio Platzl“; Sonja und Helmuth Klöckl
    Unterer Platz 1, 8530 Deutschlandsberg
  • „Café Marmeladenfleck“ OG; Dagmar Reiter und Michael de Rouw
    Unterer Platz 1, 8530 Deutschlandsberg
  • Frühstückspension – Appartements Liebmann; Eveline Liebmann
    Schambergerstraße 8, 8523 Frauental a. d. Lassnitz
  • Alpaka-Ranch Frauental; Sabine Nebel
    Zeierlingerstraße 9, 8523 Frauental a. d. Lassnitz
  • Direktvermarktung Kiegerl (Bauernhof Priegl); Alexandra und Alois Kiegerl
    Kruckenberg 6, 8530 Trahütten

Abschlussveranstaltung „Klimaschutz mit Genuss“ im Stadtgarten Deutschlandsberg

Am Freitag dem 25.10.2019 fand bei strahlendem, fast spätsommerlichem Wetter die Schlussveranstaltung des KEM-Projektes „Klimaschutz mit Genuss“ im Stadtgarten Deutschlandsberg statt. Der Beginn der Veranstaltung war mit 13:00 Uhr festgesetzt, aber schon vorher trafen Gäste ein, um sich im Garten umzusehen. Unter den Gästen waren der Bürgermeister der Marktgemeinde Frauental Herr Bernd Hermann, die Geschäftsleiterin des AMS Deutschlandsberg Frau Dr.in Michaela Sahin, Frau Marianne Kiendl (TZ Deutschlandsberg) und von der regionalen Presse Frau Elke Kleindienst (Stadtmagazin Deutschlandsberg) und Herr Josef Strohmeier (meinbezirk). Besonders erfreulich war, dass auch Frau Nika Skoff vom Radio Agora aus Slowenien die Veranstaltung beehrte und nicht nur die gesamte Veranstaltung aufzeichnete, sondern auch mit den einzelnen Projektbeteiligten Interviews machte. Nach kurzer Begrüßung schilderte Mag. Dr. Peter Köck von der Energieagentur Weststeiermark das Projekt. Als Prolog skizzierte er Grundlegendes zum Klima, wie Klimaänderungen entstehen und wie sich diese Änderungen sowohl global als auch regional auf unser Wetter auswirken. Es wurden ebenso die Punkte Vegetation (inkl. Nahrungspflanzen), Tierwelt, Migration in Verbindung mit dem Klimawandel angesprochen. Schließlich wurde das Projekt vorgestellt und auf die Resultate eingegangen. Im Projekt waren die Interviews zu den Themenpunkten naturnahe Produkte aus der regionalen Umgebung, Nachhaltigkeit und die Auswirkung des Klimawandels auf die Betriebe wichtige und zentrale Punkte. Die insgesamt 7 Interviews wurden mit Inhaberinnen und Inhabern von unterschiedlichen Klein- und Mittelbetrieben aus der KEM Region Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass von diesen Betrieben der Klimawandel wahrgenommen wird und dass er sich individuell auf ihre Betriebe auswirkt. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und mit regionalen Produkten wirtschaften zu können wird versucht, je nach Möglichkeit dem Klimawandel gegenzusteuern. Nach der Präsentation der Ergebnisse gab es Grußworte vom Bürgermeister Bernd Hermann, der das Wohlwollen der Marktgemeinde Frauental für dieses Projekt zum Ausdruck brachte, sich bei allen Betrieben, die mitgemacht haben, bedankte und auch nochmals auf die Notwendigkeit solcher Projekte hinwies. Am Schluss der Veranstaltung erklärte Frau Dr.in Irmtraud Pribas (Projektleiterin und GFin der Energieagentur Weststeiermark) nochmals die Idee der Klima- und Energie-Modellregionen und erwähnte in diesem Zusammenhang noch weitere Projekte und bedankte sich sowohl bei den Projektträgern (KEM-Gemeinden) als auch bei den internen Projektmitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als besonderes „Highlight“ erwähnte Sie noch das von unserem Haubenkoch Willibald Gupper zusammengestellte Buffet mit den schmackhaften Brötchen mit Kräuteraufstrichen mit Kräutern aus dem Stadtgarten Deutschlandsberg. Die Veranstaltung endete um ca. 15:00 Uhr. Da es ja prächtiges Wetter gab, blieben die einen oder anderen Gäste auch nach der Veranstaltung noch im Stadtgarten und genossen sowohl die köstlichen Brötchen als auch die warmen Sonnenstrahlen. Man kann sagen, es war eine schöne und informative Veranstaltung, die im Deutschlandsberger Stadtgarten – in freier Natur – stattfinden konnte.

Neuer FOLDER der Klima- und Energie- Modellregion Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental

Für alle Klima- und Energie- Modellregionen ist es ein großes Anliegen und sehr wichtig von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Ein FOLDER ist dafür eine sehr gut geeignete Möglichkeit um der Bevölkerung in den Regionen Informationen zur Verfügung zu stellen und um mit Ihnen in einen Erstkontakt zu treten. Unter dem Motto E³ = Energieeinsatz mit Effizienz und Effektivität“ weist der neue FOLDER anschaulich in kurzer und kompakter Form auf die Inhalte und Schwerpunkte der Klima- und Energie- Modellregion Bad Gams I Deutschlandsberg I Frauental hin. Der Folder dient auch der Präsentation schon abgeschlossener und noch laufender Projekte der KEM und kann auch als eine Werbeplattform für die beteiligten Sponsoren, Projektträger und Projektpartner genutzt werden.

Förderungen für die Klima- und Energie- Modellregionen

Exklusiv für die KEM-Regionen gibt es noch KEM-Investitionsförderungen – Einreichfrist bis zum 29.02.2020 um 12.00h.

Näheres dazu unter folgendem LINK: KEM-Investitionsförderung

Gerade im Bereich der Mustersanierungen sind noch Förderungen möglich – Einreichfrist bis zum 29.02.2020 um 12.00h.

Nähere Informationen dazu unter folgendem LINK: Mustersanierungen

 

STURMSCHADEN im Stadtgarten Deutschlandsberg

Am 1. März 2020 kam es in der Stadtgemeinde Deutschlandsberg zu einem extremen Wetterereignis. Ein schwerer Sturm fegte über die Stadt hinweg und hinterließ auch im Stadtgarten Deutschlandsberg schwere Schäden.
Wie wichtig die Schwerpunkte Klimaanpassung im kommunalen Handeln und die Durchführung von einem Naturgefahrencheck im Maßnahmenkatalog der KEM sind wurde uns hier wieder deutlich vor Augen geführt.

 

Der Stadtgarten als Klimabotschafter           TEIL 1


Um die Rolle des Stadtgarten Deutschlandsberg als Klimabotschafter noch besser in der Bevölkerung zu verankern, werden auch immer wieder Informationstafeln aufgestellt, die für Interessierte bestimmte Themen des Klimawandels und der Klimaanpassung kurz und knackig aufbereiten. Die ersten Tafeln, die heuer aufgestellt werden haben den Schutz und die Erhaltung der Artenvielfalt zum Thema.

FLEDERMAUSKÄSTEN – Quartiere für unser Fledermäuse

Alle europäischen Arten sind vom Aussterben bedroht. Fledermäuse sind nachtaktive Tiere. Eine Fledermaus verzehrt in einer Nacht ca. 1/3 ihres Körpergewichtes an Nahrung. Da überwiegend Insekten auf dem Speiseplan stehen, beispielsweise Nachtfalter oder Stechmücken und Fliegen, die wir Menschen nicht mögen, oder auch schädliche Käfer, die Pflanzen und Baumbestände zerstören, bringen die Fledermäuse den Menschen und auch dem Klima Nutzen. Ein Fledermauskasten ist so gestaltet, dass er nur für Fledermäuse attraktiv ist. Die Innenseiten der Wände werden bewusst sägerau gelassen, um den Fledermäusen die Möglichkeit zu geben, sich mit ihren Krallen festzuhalten.

Bitte beachten bei der Kontrolle der Kästen den Jahreskalender:

November – März: Winterschlaf (Fledermäuse sind während dieser Zeit nur ausnahmsweise in Kästen);
April – Mai: Wanderzeit für viele Arten (in den Kästen können kurz anwesende Durchzügler auftauchen);
Mai – August: Jungenaufzucht (Kolonien in Fledermauskästen dürfen jetzt keinesfalls gestört werden!);
August – Oktober (in warmen Gegenden November): Wanderzeit (siehe oben), Paarungszeit und Zeit der Erkundungsflüge der Jungtiere (vermutlich werden schon die Quartiere für den nächsten Sommer ausgekundschaftet).

Wahl des Aufhänge-Ortes:

  • In Gruppen (mind. 5) in 3 – 5 m Höhe stabil anbringen;
  • Mindestabstand zwischen den Kästen 5 m (Grund ist die Territorialität der Männchen zur Paarungszeit);
  • Auf einen freien Anflug für die Tiere achten (wichtig!);
  • Um den Konkurrenzdruck durch Vögel zu verringern, ist es ratsam, zusätzlich zu jeder Fledermauskastengruppe 2  –  3 Vogelnistkästen in die Nähe zu hängen;
  • Sonnige bzw. halbschattige Standorte, z. B. Waldränder, Gärten;
  • Befestigung nur mit den Baum schonenden Aluminium-Nägeln.

Tipps zur Pflege:

Wartung und Säuberung der Kästen nur bei Abwesenheit der Fledermäuse (idealerweise zwischen November und Februar).
Nur mit einer Lauge aus Schmierseife den Fledermauskasten reinigen – niemals mit Insektiziden behandeln.

 

Bilder: Internetforum pixabay, fotocommunity

 

Der Stadtgarten als Klimabotschafter           TEIL 2

NISTKÄSTEN – Quartiere und Rückzugsorte für unsere Vögel

Natürliche und sichere Unterkünfte wie Baumhöhlen sind so rar, dass viele Vögel gerne in Nistkästen in Gärten brüten, in denen sich auch Sträucher und Stauden finden, die ihnen Schutz und Futter bieten können.

Höhlenbrüter sind Vögel, die ihre Nester in Höhlungen bauen. Diese Vögel verwenden dafür entweder bereits vorhandene Höhlungen in hohlen Bäumen, Erdhöhlen oder Mauerlöchern, oder es werden eigene Höhlen angelegt. Stehen solche nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung, dann kann man den Vögeln durch das Aufhängen von Nistkästen geeignete Nisthilfen anbieten.
Zu den Höhlenbrütern zählen u.a.: Meisen, Feldsperling, Gartenrotschwanz, Kleiber, Star, Hausrotschwanz, Grauschnäpper, Bachstelze, oder bodennah brütende Vögel wie Zaunkönig und Rotkehlchen.
Ganz wichtig sind unterschiedlich große Einflugöffnungen bei den Nistkästen weil die verschiedenen Vögel unterschiedlich große Einflugöffnungen brauchen:

26 – 28 mm: Blaumeise, Tannenmeise, Haubenmeise, Sumpfmeise, Weidenmeise;

32 mm: Kleiber, Kohlmeise

35 mm: Trauerschnäpper,   Haussperling, Feldsperling;

45 mm: Star

48 mm hoch und 32 mm breit: Gartenrotschwanz

Wahl des Aufhänge-Ortes:

Die Einflugöffnung sollte nach Osten oder Südosten ausgerichtet sein, der Mindestabstand zwischen den Nistkästen sollte 10 m betragen (außer bei Koloniebrütern wie z. B. Sperlingen)

Hängen Sie den Nistkasten in einer Höhe von etwa 3 m auf und verwenden Sie als Aufhängung feste Drahtbügel, die auch nach Jahren nicht in den Baumstamm einwachsen;
Halbhöhlen immer an vor Katzen und Marder geschützten Orten anbringen, z. B. unter Dachbalken, unterm Balkon, Fenstersims, Dachvorsprung.

Tipps zur Pflege:

Den Nistkasten nur außerhalb der Brutzeit, am besten im Spätsommer reinigen; entnehmen Sie das Vogelnest und bürsten Sie das Innere des Kastens aus.

Bilder: Internetforum pixabay, GU Naturführer Vögel

 

Der Stadtgarten als Klimabotschafter           TEIL 3

Natürliche Lebensräume für Insekten werden immer seltener. Viele Nützlinge sind aber auf Brennnesseln, Streuobstwiesen, Hohlwege, Steinhaufen oder hohle Bäume angewiesen. Aus diesem Grund sollte man im eigenen Garten den nützlichen Gartenhelfern unbedingt Brut- und Überwinterungsplätze zur Verfügung stellen.

 Insektenhotels – Zimmer für nützliche Gartenbewohner

Das Insektenhotel bietet Überwinterungshilfe und Nistplätze für Nützlinge wie Wildbienen, Florfliegen oder andere Insekten an. Es handelt sich dabei um einen regalähnlichen, überdachten Stand, der mit unterschiedlichen Materialien wie Holz, Rinde, Holzwolle oder hohlen Pflanzenstängeln gefüllt ist.

Am Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Graz fand Univ.-Prof. Dr. Herwig Teppner heraus, dass Wildbienen ab +2 Grad Celsius bei Ihren cirka 100 Sammelflügen 4.500 bis 6.500 Blüten pro Tag besuchen. (Im Vergleich: Honigbienen schaffen an wärmeren Tagen nur 700 Blüten).
Für die Obstblüte sind diese Wildbienen daher besonders wichtig! Als wichtige Bestäuber gelten alle Einsiedlerbienen, die ihre Kinderstuben in Bohrlöchern in Hartholz oder in hohlen Forsythienzweigen oder Strohhalmen anlegen.
Mauerbienen, Scherenbienen, Löcherbienen, Pelzbienen oder Blattschneiderbienen lassen sich am Provianteintrag und am Verschlussmörtel bestimmen.

Die vorwiegend nachtaktiven Ohrwürmer sind zwar flugfähig, machen aber von dieser Eigenschaft kaum Gebrauch. Die Nahrung der Erwachsenen und der Larven setzt sich sowohl aus pflanzlichen als auch tierischen Komponenten zusammen. Dabei werden aber Spinnmilben und Blattläuse einschließlich deren Eier, der pflanzlichen Kost vorgezogen. Als Überwinterung dienen den Ohrwürmern hohle Pflanzenstängel.

Florfliegen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Während dieser Zeit legen die Weibchen auch bis zu 900 Eier ab. Diese werden auf Pflanzenteile geheftet, auf denen sich bereits umfangreiche Blattlauskolonien befinden. Während ihrer Entwicklung vertilgen die Larven, auch Blattlauslöwen genannt, etwa 1000 Blattläuse und Milben. Die erwachsene Florfliege ernährt sich von Blütenpollen, Nektar und Honigtau. Als Winterunterschlupf wählen die Florfliegen sehr gerne Kästen, die mit Stroh gefüllt sind.

Quelle: Nützlinge im Garten, Cadmos Verlag,

Bilder: Internetforum pixabay

 

Der Stadtgarten als Klimabotschafter           TEIL 4

Viele Nützlinge, die uns im Kampf gegen Schädlinge unterstützen brauchen ihrerseits auch Unterstützung von uns Menschen. Zum Überwintern benötigen sie hohle Pflanzenstängel – daher ist es wichtig nicht im ganzen Garten im Herbst die „dürren, alten Pflanzenstängel“ zu entfernen. Lassen sie diese zumindest in einem Teil ihres Gartens als Überwinterungsquartiere für Marienkäfer und andere Nützlinge stehen.

NÜTZLINGSQUARTIERE – dürre, hohle Pflanzenstängel

Zur bevorzugten Nahrung der europäischen Marienkäfer gehören vor allem Schildläuse, Blatt- und Spinnmilben, die sowohl von den erwachsenen Käfern als auch von den Larven gefressen werden. Während ihres Larvenstadiums vertilgen die Marienkäfer bis zu 3.000 Blattläuse und andere Kleinsttiere. Zur Überwinterung finden sich Marienkäfer oft in unterschiedlich großen Gruppen zusammen, um die kalte Jahreszeit zwischen Borkenritzen, in hohlen Pflanzenstängeln oder im Moos und Gras zu verbringen.

Leider wird der einheimische Marienkäfer immer mehr vom asiatischen Marienkäfer verdrängt. Diesen erkennt man an den unregelmäßigen Flecken auf den Flügeln. Er ist zwar auch ein Nützling, wird aber auch vor allem in der Weinwirtschaft zur Gefahr, weil er durch seine Absonderungen, die sogenannte Hämolymphe, den Wein ungenießbar macht. Es reichen bereits 2 Käfer auf 1 Kilo Weintrauben um den Geschmack zu verderben.

Schlupfwespen ernähren sich ausschließlich von mehr oder weniger flüssiger Nahrung wie etwa Honigtau (klebrige Absonderung von Blattläusen), Nektar und Pflanzensäften, die sie mit ihrem relativ kurzen Rüssel aufsaugen. Dagegen lebt der Nachwuchs der Schlupfwespen parasitär. Er ernährt sich von seinen Wirtstieren wie Blattläusen und pflanzenfressenden Käfern und Wespen. Einige Schlupfwespenarten fressen während ihres Larvenstadiums bis zu 200 Blattläuse. Bei den Schlupfwespen überwintern nur die begatteten Weibchen und Larven sowie die Puppen. Die Weibchen wählen als Winterquartier Ritzen in der Baumrinde, während Larven und Puppen in ihren Wirtstieren verbleiben.

Quelle: Nützlinge im Garten, Cadmos Verlag,

Bilder: Internetforum pixabay; https://www.gartenfreunde.de/images/3733/marienkaefer.jpg?1413896165

 

 

Der Stadtgarten Deutschlandsberg als Klimaschutzbotschafter

Klimaschutz und Ernährung mit Pflanzen und Rezepten vor Ort

Was es heißt, wenn ein Virus, von einem Tier auf den Menschen überspringt, wird uns besonders in den letzten Wochen gezeigt. Diese Zoonosen sind seit längerer Zeit bekannt und es wurde immer wieder davor gewarnt. Es ist an der Zeit, nachzudenken, warum der Mensch alles essen möchte, das exotisch, oder im Moment modern ist, oder auch weil man nicht mehr weiß, wo Grenzen in einer globalen Welt zu ziehen sind. Wir haben bereits vor Corona SARS2 mit einem Projekt begonnen, das gesunde Ernährung und Klimaschutz bildhaft darstellt. Im Stadtgarten der Stadtgemeinde Deutschlandsberg werden auf Hochbeeten Gemüse- und Gewürzpflanzen angepflanzt. Aus der Kräuter- und Gemüsevielfalt hat Willi, ein Haubenkoch, entsprechende Gemüsesorten und Küchenkräuter für seine Rezepte ausgewählt. Es gibt bodenständige Rezepte sowohl für Fleischesser als auch für Vegetarier. Bunt gestaltete Rezepttafeln werden vor den Hochbeeten, in denen sich die Pflanzen für die jeweiligen Gerichte befinden, aufgestellt.

Die Verwendung von Kräutern und Gemüsepflanzen aus dem eigenen Garten, für schmackhafte Gerichte nach regionalen Rezepten, ist sehr sinnvoll. Jeder sollte, wenn er die Möglichkeit dazu hat, Gemüse und Küchenkräuter im eigenen Garten anpflanzen, denn diese sind nicht nur gesund, sondern auch preiswert und umweltfreundlich. Außerdem ersparen Produkte aus dem eigenen Garten mobile Wege und weniger Mobilität ist mehr Klimaschutz.

 

 

 

Der Stadtgarten Deutschlandsberg als Klimaschutzbotschafter

Während das schmelzende Eis an den Polen, die Überflutung von Venedig, Temperaturen jenseits von +45 °Celsius, oder Dürrekatastrophen in Afrika noch sehr weit weg zu sein schienen, sind die Folgen des Klimawandels inzwischen auch in Europa – hier bei uns, sozusagen direkt vor unserer Haustür, absolut spürbar.
Extremwetter-Ereignisse wie mehrere Hitzewellen hintereinander, kranke Wälder, das leise Artensterben, plötzlich auftretende Pandemien – alles Meldungen, die uns zum Nachdenken zwingen, und ExpertInnen und Regierungen darüber diskutieren lassen, wie unsere Energieversorgung und letztendlich auch unser Konsumverhalten auf eine vernünftige und gesunde Basis gestellt werden kann.
Vermutlich wird die Klimakrise die junge Generation ihr ganzes Leben begleiten, daher ist es sehr wichtig, den Kindern die komplexen Zusammenhänge der Erderwärmung leicht verständlich zu erklären, sie zu informieren, sie zu lehren, damit sie ihren Planeten Erde beschützen und zu verantwortungsbewussten Erwachsenen werden.

 

 

 

INFO Förderaktion „Raus aus Öl“


Die im Vorjahr stark nachgefragte Förderungsaktion „Raus aus Öl“ wird auch 2020 fortgesetzt und im Rahmen der bundesweiten Sanierungsoffensive neu aufgelegt.

Die Förderungsaktion soll Betrieben und Privaten den Umstieg von fossil betriebener Raumheizung auf ein nachhaltiges Heizungssystem erleichtern. Damit setzt das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) einen weiteren, wesentlichen Schritt zur Klimaneutralität 2040.

Die Förderungsaktion „Raus aus Öl“ ist Teil der kommenden Sanierungsoffensive für Betriebe und Private, für die insgesamt rund 142,7 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Davon sind 100 Millionen Euro für den Kesseltausch und die Förderungsaktion „Raus aus Öl“ reserviert. Angesichts der aktuellen Lage und der damit einhergehenden Fokussierung auf unbürokratische Vorgehensweisen wird sich an den bisherigen Förderungskriterien wenig ändern.

Für weitere Informationen zur Förderung und der dafür notwendigen Energieberatung kontaktieren Sie:

Gerald Brandstätter
Grazerstraße 39
8530 Deutschlandsberg
Tel. Nr.: 0650/58 15 079

 

 

 


Interessantes….

Seit Jahresbeginn bekommt man in Deutschland bis zu 45 Prozent Förderung beim Tausch einer Ölheizung durch erneuerbare Energie samt Solaranlage. Das hat einen Boom bei Solarwärmeanlagen, Holzkesseln und Wärmepumpen ausgelöst hat.

Was zu wenig bekannt ist – in Österreich erhält man im Schnitt 49 (!) Prozent Förderung von Bund und Land, wenn man die Förderaktion „raus aus Öl“ mit der Solarwärmeförderung des Klimafonds und der jeweiligen Landesförderung für Kessel und Solaranlage kombiniert. Bei uns muss man dafür allerdings vier Förderanträge bei Land und Klimafonds stellen.

     

Austria Solar hat Grafiken zur Gesamtförderung in jedem Bundesland erstellt, die Sie hier als Download finden:

https://www.solarwaerme.at/2020/07/23/fast-50-prozent-foerderung-bei-umstellung-von-oel-auf-erneuerbare/https://www.solarwaerme.at/2020/07/23/fast-50-prozent-foerderung-bei-umstellung-von-oel-auf-erneuerbare/

Quelle: SOLARWÄRME – Wärme für Generationen

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